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Yachten, Glamour und Boutiquen – Yeah?

9. Juli 2011

Es war ein trauriger Tag für den englischen Fußball. Sheffield United musste den Gang in die League One, die dritte englische Liga angehen. Der Traditionsverein mit Johnny Ertl an Bord schlittert damit eine Klasse tiefer. Doch die Fans gaben Zuspruch.
Aber: Es war auch ein guter Tag für den englischen Fußball, weil mit den Queens Park Rangers ein Traditionsverein in die Premier League zurückkehrt. Aber es gibt ein weinendes und ein lachendes Auge, weil der Verein von der Loftus Road nicht mehr und nicht weniger als ein Spielball mediengeiler Formel-1-Zampanos ist. Und die machen bekanntlich lieber abseits der Sportstätten Schlagzeilen; warum sollte es hier anders sein…

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Tweet, Tweet – Here come the Canaries

7. Juli 2011

Alles begann mit einer 1:7-Klatsche in der League One gegen Colchester. Alles begann mit dieser einen, kleinen Personalrochade. Der Sieger, nämlich des Duells und auch ganz allgemein, hieß Paul Lambert. Er ging trotz Kantersieg. Und er ging zum unterlegenen Team. Dort musste ihm Bryan Gunn weichen. Und seit eben jenem schicksalsträchtigen 1:7 sind die Canaries immer aufgestiegen. Jetzt stehen sie wieder in eben jener Liga, die sie 1992 mitbegründet haben: Der Premier League.

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The Swansea Jack’s are back! – aber ohne Rettungshund…

25. Juni 2011

… denn der starb bereits 1937 an einer Überdosis Rattengift. Putzmunter präsentieren sich jedoch die Swans in den letzten zwei Saisonen, deshalb hier ein kleiner Ausblick, was Freunde gepflegten englischen Premier-League-Fußballs so erwartet – außer Fahrstuhl-Feeling, denn die Schwäne aus dem Süden von Wales halten mit dem Wimbledon FC den Acht-Jahres-Rekord zur Überbrückung vierte Liga -> erste Liga -> vierte Liga …

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Chelsea FC performs Groundhog Day

10. Mai 2011

It feels like being part of the movie Groundhog Day. At least it is, what Chelsea FC supporters have to think about, when their next manager seems to leave or has to leave, because of not winning the Premier League title in England. Roman Abramovich is therefore too fixated on winning titles – looks somehow like some kind of fetish. As he is part of a trend of buying football clubs instead of Yachts, he is also part of success and prosperity in an everlasting contest of comparing lenghts. And that is the true and only problem, Chelsea has. They mark time.

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Dynamics of Perfection

9. Mai 2011

We are living in a world of football. And it’s a world, which is hailing one god: Sir Alex Ferguson. He is the manager, tactician and Master behind a team of phenomenal individualists playing as one collective, as one Band of Brothers. He will always be one of the greatest guys in the history of Manchester United, because he will be in our memories as the genius, who slaughtered the record-number of eighteen titles by Liverpool. He is the one and only man, who formed the best team in England and even Europe or the whole wide world. Now he can sit down on his throne and smile, as rascally and roguishly as he always had, chewing on a gum, because he got the 19th title in the long history of the Red Devils.

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Viermal in Folge

9. Mai 2011

Stillstand ist keine Form konservativen Seins. Einen anderen Schuldigen zu finden auch nicht. Hin und wieder würde ein Blick über den Tellerrand genügen. Österreichs Eishockey zwischen steter Verbesserung und perpetuiver Verweigerung.

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Hoffnungsloses Real

3. Mai 2011

Diffamierungen sind heute leichter denn je. Es reicht ein simples Wort, um den Gegner in eine aussichtslose Situation zu bringen. Doch derzeit geschieht das eher inflationär, weshalb Real Madrid und Jose Mourinho auch nur milde belächelt werden.

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Veraltete Viererreihe

16. April 2011

Die Viererabwehrreihe ist ein Anachronismus des modernen Fußballs. In Epochen dynamischen Offensiv-Fußballs – Beispiele wären Barcelona, Arsenal London oder Chile bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika – sind statische Gebilde, wie es die Viererreihe ist, einfach nicht mehr konform mit dem Sport. Und das System als Konstrukt hat ausgedient.

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Tottenham – Milan: 0:0 – aber wie!!

10. März 2011

Obwohl beide Teams in dieser Saison für Offensivfußball bekannt sind, konnten der AC Milan und Tottenham Hotspur gestern mit ihren Bemühungen nicht so wirklich überzeugen. Am Ende stand bei beiden die Null. Warum sie keine Tore erzielten, ist jedoch leichter erklärt, als die vielen Chancen vermuten lassen.

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RBS – SCR

20. Februar 2011

1:1, wie schon im Herbst, endete auch diese Partie Salzburgs zu Hause gegen Rapid. Diesmal vor allem aufgrund fehlender Nerven zu Spiel-Ende hin, als beide Seiten zahlreiche Chancen vergaben.

System: Salzburg

Die Salzburger sind mit einem nominellen 4-1-4-1 gestartet, wobei Leitgeb zurückgezogen mit Schiemer ein klassisches 6er-Paar bildete. Wallner wieder von Beginn an als Solospitze. Die zuletzt auftretenden Schwächen in der Innenverteidigung gab es auch heute, ins Besondere wenn der Gegner mit spielerischen Mitteln übers Zentrum zum Erfolg zu kommen versucht, schnell spielt. So kann sich Drazan hin und wieder gegen Bodnar durchsetzen, schafft einmal den Weg in den Strafraum durch Bodnar und Leitgeb hindurch, wenn auch der Schuss wenig Gefahr erzeugt.

System: Rapid

Das bringt mich auch gleich zu einer Parallele der beiden Teams: Die Lücke zwischen rechten Außenverteidiger und Innenverteidiger wird durch einen der defensiven Mittelfeldspieler geschlossen. Seitens Rapid meist Heikkinen, bei Salzburg eben Leitgeb, während Schiemer im Zentrum abdeckt. Im Fortlauf des Spiels wird sich dieses Schema jedoch auflösen.

Rapid hat mit einem 4-2-3-1 begonnen – Pacult ließ den zuletzt schwachen Nuhiu draußen und brachte den zentralen Offensivspieler Prokopic von Beginn. Die Schwächen der Außenverteidiger Kayhan und Katzer kamen auch heute zum Vorschein, ins Besondere bei Kayhan, der mit Jantscher und Svento immense Probleme hatte, auch wenn Heikkinen aushalf.

Schiedsrichter der schlecht besuchten Partie: Einwaller.

1.       Halbzeit

Salzburg

Bei Salzburg ist vor allem auffällig, dass sich Svento offensiver orientiert als Bodnar auf der linken Seite. Einer der beiden Innenverteidiger nimmt die Position bei Ballbesitz ein, womit gemeinsam mit Schiemer ein Karo entsteht. Anders als zuletzt gegen die Innsbrucker agierten die Bullen heute sehr offensiv, standen meist mit fünf, sechs Leuten am Strafraum, versuchten zumindest annähernd ein sehr flexibles Offensiv-3-4-3, wobei jeweils zwei Spieler der jeweiligen Reihen vertikal tauschen, um Dynamik ins sonst eher statische Salzburger System zu bringen. Die größte Unsicherheit bringt Torwart Tremmel, der vor allem bei Rückpässen immer wieder Querschläger produziert. Die größte Gefahr erzeugen Jantscher und Svento auf der linken Seite, wodurch Kavlak sich defensiver orientieren muss. Im Zentrum fehlt zumeist die Bewegung, was an langen Ballhaltezeiten in der Viererreihe erkennbar ist, aber auch an einer zu großen Distanz zwischen erster und zweiter Reihe, also Abwehr und Mittelfeld, weil Rapid Verbinder Schiemer abdeckt. Dadurch sind die Salzburger gezwungen, auf die Flügel auszuweichen, was ihnen eigentlich besser bekommt, ins Besondere durch ein Mehr an Spielern am gegnerischen Strafraum. Die Führung wäre beinahe nach einem Freistoß passiert, der an die Sechzehner –Grenze gespielt wurde, wo Zarate schoss, aber Payer hielt – wieder schlecht: die Rapid-Abwehr.

Stehen die Salzburger tief, wechseln sie auf ein 4-4-1-1, in dem Cziommer offensiver steht und Wallner bei Ballbesitz schnell in Position bringen soll. Gefahr entsteht allerdings vornehmlich durch Einzelfehler, als weniger durch Systemfehler. Ins Besondere Bodnar verliert in Strafraumnähe viele Bälle.

TOR 1:0

Wie so oft ein Pass in die schmale Gasse, in die Wallner optimal startet und schön und unhaltbar abschließt. Vorausgegangen: Ein Rapid-Abwehr-Fehler. Ballverlust im Spielaufbau, der Ball kommt zu Cziommer, der spielt auf Wallner, allerdings steht Sonnleitner vor der Vierer-Reihe, wodurch eine Lücke im Zentrum entsteht. Schlecht dann auch, wenn Soma nicht zwischen Stürmer und Tor steht, sondern zu weit vorne. Und noch schlechter, wenn die Außenverteidiger zu weit hinten stehen und die Abseitsstellung von Wallner aufheben. Es patzten also alle vier Verteidiger gleichzeitig. Doch Rapid kam oft in Gefahr, weil Bälle im Spielaufbau leichtfertig verspielt wurden – wie eben auch beim Gegentor.

Rapid

Rapid spielt offensiv mit einem Karo aus offensiven Flügelspielern, Zentralspieler und Strafraumstürmer. Pehlivan schließen von hinten auf, die Außenverteidiger unterstützen die Flügelspieler. Eine eher konventionelle Taktik, die typisch fürs 4-2-3-1 ist, wenn auch die Defensivmittelfeldspieler nicht besonders spielstark sind. Gefahr kommt in erster Linie über Drazan, der oft von Prokopic ins Spiel gebracht wird. Die Außenverteidiger spielen offensiv leider zu wenig mit, die Fehler aus der Partie gegen Wiener Neustadt haben hier eine Reaktion ausgelöst. Heute liegt das Problem im Spielaufbau, in dem oft Bälle leichtfertig verloren werden. Defensiv spielen die Wiener 4-5-1, die Mittelfeldreihe ist leicht mit zwei defensiveren und drei offensiveren gestaffelt.

Beide Teams sind defensiv auf den Außenbahnen unsicher. Beide Teams auf der rechten Seite: Bodnar bei Salzburg, Kayhan bei Rapid.

Nach der Pause gibt es für Salzburg keinen Grund zu wechseln, Rapid bringt Hofmann für Pehlivan, hätten aus meiner Sicht auch einen aktiveren Stürmer als VoH bringen können, weil Pehlivan mit einer soliden Leistung.

2. Halbzeit

Gleich zu Beginn gehen Drazan und Cziommer nach einem Gerangel vom Platz – beide verdient.

Taktisch wird das natürlich interessant, wie die beiden Teams die Lücke schließen. Bei Rapid orientiert sich vorerst Prokopic defensiver, Hofmann weicht in der Offensive auf links, Katzer wird offensiver.  Bei Salzburg entsteht Lücke im Zentrum. Defensiv rückt Wallner zurück (4-3-2), Leitgeb in der Offensive weiter nach vorne, während bei Angriffen über links Zarate etwas ins Zentrum rückt (4-1-3-1).

Foul von Afolabi an der Strafraumgrenze. Hofmann spielt den Freistoß allerdings auf Soma am langen Eck, der den Ball nicht zur Mitte bringen kann. Warum er nicht geschossen hat??

Gewalt im Fußball: Diesmal am Feld

Vennegoor of Hesselink fällt Ibrahim Sekagya im Salzburg-Strafraum – eigentlich Rot, aber nur Gelb, weil nur neun Rapidler auch in den Augen von Einwaller zu wenig Kondi haben. Grundsätzlich wird das Spiel „gewalttätiger“. Doch die Frage, die sich mir stellt: Was will Rapid eigentlich mit dem? Vor allem wird die erste – eigentlich gute erste Halbzeit – zunehmend zu einem Kampf-Krampf-Spiel in der zweiten, die phasenweise an alte Ritter-Feld-Übungen erinnert. Offensivaktionen werden auf beiden Seiten selten bzw. bleiben gänzlich Utopie. Das Niveau ist erkennbar abgeflacht.

Beispiel:  Zarate kommt nach einem Eckball der Rapidler zu einer schönen Konterchance gemeinsam mit Wallner gegen zwei Rapid-Spieler. Resultat: Luftloch und Ballverlust, zum Glück zu schwach, um auch übers Dach zu fliegen. Der Südamerikaner kommt weiterhin – auch in der Frühjahrssaison – nicht in Form, bleibt hinter den Erwartungen zurück. Er ist zu wenig an gefährlichen Aktionen beteiligt, kommt selten zu einem guten Abschluss, bringt sich zudem auf rechts zu wenig ins Spiel ein und überlässt die Offensive Jantscher und Svento auf links. Er wird völlig zurecht in der 82. Minute ausgewechselt, für ihn kommt Hierländer.

Das Fußballer in Österreich auch nicht immer aus der intellektuellen Gesellschaftschicht kommen, beweist Prokopic in der 69. Minute. Mit Gelb bereits vorbelastet nimmt er vier Meter Anlauf und senst Jakob Jantscher an der Seitenauslinie auf Höhe der Mittelinie (!) um – logisches Resultat ist ein Ausschluss mit Gelb-Rot. Schiedsrichter Einwaller weiterhin tadellos.

TOR 1:1

Aber Rapid bleibt gefährlich, vor allem bei Standards: Steffen Hofmann mit einem Freistoß aus dem Halbfeld, Kopfball Katzer – der ohne Gegenspieler im Strafraum steht (dafür sind die beiden anderen Rapidspieler im Strafraum doppelt gedeckt) –, Tremmel hält und wehr auch gut zur Seite ab (Richtung Corner wäre vielleicht noch einen Deut besser gewesen) und Soma staubt ab – diesmal ist er ohne Gegenspieler. Ausgleich in Unterzahl. Wie schon gegen Innsbruck bekommt Salzburg den Ausgleich.

Schlussminuten

Offensiv stellt Salzburg jetzt auf 2-4-3, mit drei Spielern im Strafraum, vier im Mittelfeld. Die Verteidiger bleiben zurück und bremsen eventuelle Gegenangriffe. Stevens muss riskieren, denn für die Bullen zählt nur ein Sieg. Das Spiel profitiert jetzt nur mehr durch Abwehrfehler, taktisch ist alles in Auflösung. Rapid verteidigt mit sieben Mann, verlegt sich aufs Kontern, kommt da auch zu gefährlichen Chancen, allerdings eher aufgrund des defensiven Unvermögens der Hausherren, die durch die offensive Ausrichtung hinten offenstehen. Sie versuchen mit Forechecking der Lage Herr zu werden.

Für die Schlussminuten kommt bei Salzburg noch Boghossian – Paradefehleinkauf aus Südamerika, bei dem der Transferwert bereits um mehr als die Hälfte gesunken ist, seit er bei Salzburg ist. Gute Aktionen auf beiden Seiten zum Abschluss der Partie. Kavlak geht für Nuhiu – Paradefehleinkauf auf der anderen Seite.

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